TVE Netphen bei den Langdistanz Europameisterschaften

Nine Boller und Alexander Höhne überzeugen beim Triathlonspektakel in Frankfurt

Am vergangenen Sonntag fanden in Frankfurt die Europameisterschaften über die Langdistanz statt. Bei der 17. Auflage des Ironmanklassikers in der Mainmetropole waren die Siegener Nine Boller und Alexander Höhne mit am Start. Insgesamt waren neben den Superstars der Szene knapp 3000 weitere Triathleten am Start. Geschwommen wurde im Langener Waldsee.

Beide Netphener Triathleten waren mit ihren Leistungen in der ersten Teildisziplin durchaus zufrieden. Nine Boller kam nach 01:05 Stunde aus dem Wasser und lag auf dem 6. Platz in ihrer Altersklasse. Für sie ging es, neben einer guten Endzeit auch um eine möglichst gute Platzierung in ihrer Altersklasse. Alexander Höhne kam nach 01:08 Stunden und 3,8 km Schwimmen in die erste Wechselzone. Am Rad selber wollte er nicht zu viel Kraft lassen und fuhr die 185 km kontrollierter, um sich die Kräfte für den abschließenden Marathon einzuteilen. Die Strecke in Frankfurt ist etwas länger wie gewohnt. Jedoch bekam er eine 5 Minuten Zeitstrafe aufgetragen, die die Athleten im Rennen absitzen müssen. Eine solche Zwangspause kann den Rennrhythmus empfindlich stören.

Boller wurde bei der zweiten Disziplin leider auch nicht vom Glück verfolgt. Kurz nach dem Losfahren verlor sie auf einer Bodenwelle ihre Gelflasche mit ihrer kompletten Verpflegung für das Rennen. Auf der Strecke werden zwar auch Gels und Riegel gereicht, doch hat in der Regel jeder Athlet seine individuelle, im Training ausgetestete Verpflegung mit dabei.

Im späteren Verlauf des Rennens brach zudem ihre Tachohalterung. So war es ihr nicht mehr möglich die Geschwindigkeiten und Kraftwerte (Watt) im Auge zu behalten. Nach 05:44 kam sie schließlich zum Laufen. Diese Zeit war weit unter ihren persönlichen Erwartungen, dennoch war sie weiter gut vorne platziert. Das Laufen lief die ersten 17 km gut, danach plagten sie aber immer mehr aufkommende Magenprobleme, die immer mehr ihren Tribut forderten. Sie kämpfte sich aber mehr als solide durch und erreichte das Ziel nach 11:12 Stunden. Damit wurde sie 5. ihrer Altersklasse! Eine bemerkenswerte Leistung unter den Umständen.

Alexander Höhne fand nach dem Rad fahren auch gut in das Laufen. Die erste Hälfte des Marathons lief er souverän. Die zweite Hälfte fiel Höhne, verständlicher Weiße, nicht mehr so leicht. Auf ihr büßte er doch etwas Zeit ein. Er erreichte das Ziel schließlich nach starken 10:21 Stunden. Frankfurt war für ihn erst die zweite Langdistanz überhaupt.
Beide TVL’er zeigten sich beeindruckt von der Stimmung in der hessischen Metropole. Trotz aller Wettkampfstrapazen konnten die beiden Netphener Triathleten die Stimmung am längsten Tag des Jahres, zumindest etwas, genießen. Gerade diese Atmosphäre trägt die Athleten gen Ziel und lässt kaum Gedanken an eine Aufgabe zu. Für die Beiden war die Teilnahme an den Europameisterschaften in Frankfurt sicherlich nicht die letzte über die Triathlon-Langdistanz.