Sonne satt, blauer Himmel ohne ein Wölkchen, 20 Grad, die Wiesen in sattem grün übersäht mit leuchtend gelbem Löwenzahn – es war eine Bilderbuchkulisse beim 18. Keilerlauf des TVE Netphen, zugleich der zweite Wertungslauf zur SVB-3-Städte-Tour 2026. Am Start insgesamt 287 Läuferinnen und Läufer (36 Teilnehmer mehr als im Vorjahr), darunter ein großes Feld von 57 Bambini, gut besetzte Felder bei den Schülerinnen und Schülern und viele Zuschauer im Start-Ziel-Bereich. Es hat alles gepasst bei der 18. Auflage des Landschaftslaufs und dennoch gab es am Ende eine große Portion Wehmut bei allen Beteiligten. Nachdem Organisator Stefan Küthe bei 15 Veranstaltungen maßgeblich die Regie hatte, geht er nun in den Ruhestand. „Wir hatten in den vergangenen Jahren immer weniger Helferinnen und Helfer, um die Veranstaltung vernünftig zu stemmen. Das war zum Schluss kaum mehr tragbar. Deshalb war dies mein letzter Keilerlauf“, erklärte Küthe. Vor seinem Abschied hatte er aber mit dem TV Eiserfeld bereits einen neuen Ausrichter für die SVB-3-Städte-Tour gefunden. Der neu geplante Lauf sollte dann auch eigentlich schon in diesem Jahr in Eiserfeld im Waldgebiet hinauf Richtung Eisernhardt gestartet werden, doch nachdem die Waldgenossenschaft Hauberg Eiserfeld kein grünes Licht für die Streckenführung gegeben hatte, wurde dann doch noch ein letztes Mal der Keilerlauf in Netphen veranstaltet. „Für nächstes Jahr sieht es mit unserer Premiere in Eiserfeld aber gut aus“, erklärte Jürgen Gast, Lauftreffleiter des TV Eiserfeld. Und so nutzte das neu formierte Organisationsteam aus Eiserfeld den Keilerlauf als „Testlauf“ für die eigene Veranstaltung 2027. Mit 15 Helferinnen und Helfern inklusive Streckensprecher Daniel Sauer, Schwiegersohn von Stefan Küthe, waren die Eiserfelder vor Ort, um die Netphener zu unterstützen und selbst zu erlernen, worauf es bei einer Laufveranstaltung ankommt. Einen wichtigen Partner dürften sie dann auch künftig mit an Bord haben – und das ist Zeitnehmer Martin Stinner, der seit vier Jahrzehnten die Auswertung bei fast allen heimischen Volksläufen übernimmt.
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